Physik

Allgemeines


Da die Gesetze der Physik alle Systeme der Natur betreffen, wird die Physik auch als die grundlegende Naturwissenschaft bezeichnet. Sie beschäftigt sich mit Fragestellungen der unbelebten Natur. Die Arbeitsweise der Physiker ist ein Zusammenspiel zwischen experimentellen Methoden und theoretischen Modellbildungen. Für die Beschreibung der physikalischen Inhalte werden oft Methoden und Konzepte der Mathematik verwendet.

Naturwissenschaftlicher Fachraum
Naturwissenschaftlicher Fachraum

Experimente im Unterricht

In der Schule stellt das physikalische Experiment als eine „Frage an die Natur" die zentrale Methode im Physikunterricht dar. Aus diesem Grund hat das Gymnasium Gonsenheim seit der Sanierung im Jahr 2004 eine sehr große Anzahl von Schülerübungskästen angeschafft, die die gesamten Lehrplaninhalte der Sekundarstufe I abdecken. Mit Hilfe dieser Materialien können die Schülerinnen und Schüler einen sehr großen Teil der Experimente selbst durchführen und damit einen sehr praxisorientierten Physikunterricht erfahren. Die Kästen für Schülerübungen sind am Gymnasium Gonsenheim so oft vorhanden, dass in der Regel ein Experiment zu zweit durchgeführt werden kann. 

 

Natürlich steht auch für Demonstrations-Experimente, die in der Regel von Lehrern durchgeführt werden, eine sehr gut sortierte Physiksammlung zur Verfügung. Hier finden sich neben klassischen Experimenten auch eine große Zahl an Geräten zur computergesteuerten Messwerterfassung.

Themen im Physikunterricht

Der Physikunterricht ist in folgende Themen gegliedert:

Klassenstufe Inhalte
Klasse 5-7 Die Inhalte sind im Fach NaWi integriert. Dies sind z.B. Grundlagen zu den Themen Magnetismus und Elektrizität sowie die Behandlung grundlegender physikalischer Größen wie Länge, Masse, Volumen und Dichte.
Klasse 8 Optik,
Mechanik
Klasse 9 Mechanik,
Wärmelehre
Klasse 10 Elektrizitätslehre,
Radioaktivität oder Elektronik
MSS 11-13 Mechanik, Gravitation, mechanische und elektromagnetische Schwingungen und Wellen, Ladungen Felder, Relativitätstheorie, Quantenphysik, Atomphysik, Kernphysik
Raketenstart
Raketenstart beim Wettbewerb in Mannheim


Aktivitäten außerhalb des Unterrichts

Auch außerhalb des regulären Physikunterrichts haben die Schüler am GyGo die Möglichkeit, sich mit physikalischen Prozessen auseinanderzusetzen. Aktuell werden folgende Möglichkeiten geboten:

  • Teilnahme am Wahlfach MINT in den Jahrgängen 9 und 10
  • Arbeit an physikalischen Themen in der „Forschungswerkstatt" im Zusammenhang mit einer Wettbewerbsarbeit für „Jugend forscht" oder „Schüler experimentieren"
  • Teilnahme an der AG „Astronomie" im Rahmen der Ganztagsschule
  • Teilnahme an einem Wettbewerb (Landeswettbewerb Physik, Physik-Olympiade, Explore Science u.a.)

Fachschaft Physik

Folgende Lehrerinnen und Lehrer unterrichten Physik im aktuellen Schuljahr:

  • Frau S. Beck
  • Frau J. Grannemann
  • Herr C. Legler
  • Herr L. Lupa
  • Herr J. Plischke
  • Herr A. Pysik (Fachleiter Physik am Studienseminar Mainz)
  • Herr H.-P. Richter
  • Herr J. Schmitt
  • Herr C. Schmidt (Fachkonferenz- und Sammlungsleiter)
  • Herr A. Schimmel
  • Frau F. Sthamer
  • Frau S. Weber
  • Herr R. Wollowski

 

Der Grundkurs 12 ph1 (Kursleiterin S. Weber) hat sich im Schuljahr 2009/2010 mit chaotischen Systemen beschäftigt:

Chaotische Systeme sind auf der Welt allgegenwärtig, doch was ist ein chaotisches System überhaupt?
Chaotische Systeme besitzen die Eigenschaft, berechenbar zu sein, auf lange Zeit gesehen sind sie jedoch nicht vorhersagbar. Vorhersagen sind nur im Rahmen des Vorhersagehorizonts möglich, so hat z.B. das Wetter einen Vorhersagehorizont von etwa 24h, für den sichere Prognosen ermittelt werden können, die Planetenbewegungen in unserem Sonnensystem dagegen haben einen Vorhersagehorizont von mehreren Millionen Jahren.
Weiterhin wird ein chaotisches System durch seine Sensitivität gegenüber den Ausgangsbedingungen bestimmt. Eine hohe Sensitivität bedeutet, dass kleinste Änderungen in den Anfangsbedingungen große Veränderungen in den Ergebnissen hervorrufen können (z.B. der sog. Schmetterlingseffekt). Chaotische Systeme weisen zusätzlich immer eine Nicht-Linearität auf (z.B. chaotische Schwingungen sind nicht harmonisch).

Im Rahmen der Unterrichtseinheit Chaos und Fraktale hatten wir den Wunsch, den physikalischen Sachverhalt der Sensitivität gegenüber den Anfangsbedingungen in einem eigenen Experiment darzustellen. Das Chaospendel wurde nach einer Anleitung von H. Kählich und Klaus G. Schröder gebaut. Nach einigen Komplikationen beim Aufbau gelang uns schließlich eine nahezu optimale Konstruktion.
Der Oszillator wurde mehrere Male bei möglichst gleichen Anfangsbedingungen fallen gelassen. Mit Hilfe einer am Pendel befestigten Wunderkerze konnten wir die Bahnkurve dieses Pendelpunktes aufzeichnen. Anhand der unterschiedlichen Ergebnisse lässt sich die Nicht-Linearität und die Sensitivität gegenüber den Anfangsbedingungen chaotischer Systeme erkennen.

 

 

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tl_files/Fotos/Fotos Fachschaft Physik/Bahnkurve_I.jpgtl_files/Fotos/Fotos Fachschaft Physik/Bahnkurve_II.jpgtl_files/Fotos/Fotos Fachschaft Physik/Bahnkurve_III.jpgtl_files/Fotos/Fotos Fachschaft Physik/Bahnkurve_IV.jpgtl_files/Fotos/Fotos Fachschaft Physik/Bahnkurve_V.jpg